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Ari Benjamin Meyers
ist bekannt für die Vielfalt seiner musikalischen Aktivitäten: er dirigiert klassische Oper und Welturaufführungen, spielt in verschiedenen Rockbands, komponiert Opern und Musik für Film, Theater und Tanz. Er gründete Club Redux, eine Reihe von Club Events mit seinem Redux Orchestra, um E-Musik in die Berliner Club-Szene zu bringen. Die wichtigsten Projekte der letzten Zeit waren unter anderem die Zusammenarbeit mit Einstürzende Neubauten (aus der zwei CDs hervorgegangen sind), Sun Electric, The Orb, dem Theaterregisseur Thomas Krupa und dem Filmregisseur Dominik Weseley. Zuletzt arbeitete er als musikalischer Leiter von Il Tempo del Postino (Teil des 2007 erstmals veranstalteten Manchester International Festival) eng mit einer Reihe führender bildender Künstler wie Matthew Barney, Dominique Gonzales-Foerster, Trisha Donnelly, Tino Sehgal und Anri Sala zusammen.
Ari Benjamin Meyers wurde 1972 in New York geboren und erhielt seine musikalische Ausbildung (Klavier, Dirigieren, Komposition) an der Juilliard School, der Yale University (Bachelor of Arts, cum laude) und dem Peabody Conservatory (Master of Music, Stipendiat für Dirigieren). Zu seinen Lehrern zählten Martin Bresnick, Jacob Druckman, Anthony Davis und Frederik Prausnitz. Von 1991-1994 nahm er Privatunterricht bei Maestro Laszlo Halasz. Mit einem Fulbright Stipendium kam er 1996 nach Berlin, wo er seitdem hauptsächlich lebt und arbeitet. 1999 wurde seine Oper Defendants Rosenberg, die mit dem ASCAP Young Composer Award und dem Margaret Jory Award des American Music Center ausgezeichnet wurde, am Theater der Landeshauptstadt Magdeburg uraufgeführt. Es folgten Aufträge u.a. von der Staatskapelle Berlin, den Euregio Musik Festspielen, Harry White (Rascher Saxophonquartett), dem Figura Ensemble, dem Jüdischen Museum Berlin, der Lauder Foundation und der Eberhard von Kuenheim Stiftung. Daneben hat er auch die Bühnenmusik für eine Reihe von Theaterproduktionen u.a. am Staatstheater Darmstadt, Theater Freiburg, Maxim Gorki Theater, Theater Dortmund, Kampnagel Hamburg und HAU Eins Berlin wo Epidemic, eine Zusammenarbeit mit dem Regisseur Sebastian Baumgarten zur Premiere kam. Seine neueste Oper, NICO: Sphinx aus Eis (Libretto: Werner Fritsch) wurde von der Dresdner Semperoper in Auftrag gegeben und dort im Juni 2005 uraufgeführt; der Komponist dirigierte.
Neben seiner Arbeit als Dirigent seiner eigenen Kompositionen und anderer neuer Musik gilt Ari Benjamin Meyers als Spezialist für die Aufführung der Werke Kurt Weills und der New Yorker Minimalisten. Unter seiner musikalischen Leitung lief Brecht/Weills Die Dreigroschenoper am Berliner Maxim Gorki Theater 108mal vor ausverkauftem Haus (Regie: Johanna Schall). Er war außerdem musikalischer Leiter von lediglich zwei genehmigten Produktionen von Wilson/Glass’ Einstein on the Beach, die ohne Beteiligung des Philip Glass Ensembles aufgeführt wurden. Er ist künstlerischer Leiter des Club Redux und gibt mit seinem eigenen Ensemble, dem Redux Orchestra, zahlreiche Konzerte in ganz Deutschland und Europa.
Der Berliner Tagesspiegel beschrieb die Musik von Ari Benjamin Meyers einmal so: „von eigener Intensität, passt in keine Schublade.“
